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Pressemitteilung vom 13.10.2009

CO2-Minderung durch biobasierte Polyamide
Evonik bringt biobasiertes PPA auf den Markt

Nach der Einführung der aus biogenen Ressourcen hergestellten VESTAMID® Terra-Gruppe im Juni 2009 stellt Evonik Industries, Essen, zur FAKUMA 2009 ein neues biobasiertes Polyamid vor: Das auf PA10T basierende Polyphthalamid (PPA) VESTAMID® HTplus TGP 3537 ist ein mit 30% Glasfasern verstärktes, hitzestabilisiertes Copolyamid. Es entsteht aus der Polykondensation von 1,10-Dekamethylendiamin (10) und Terephthalsäure (T). Da das Diamin aus Rizinusöl gewonnen wird, ist VESTAMID® HTplus TGP3537 ein bis zu 50 % auf natürlichen Rohstoffen basierendes PPA.

Verglichen mit PA6T-Formmassen besitzt VESTAMID® HTplus TGP3537 ein breiteres Verarbeitungsfenster und absorbiert weniger Wasser. Daher treten bei wechselnder Umgebungsfeuchte geringere Schwankungen der mechanischen Eigenschaften und der Dimensionsstabilität auf. PPA ist besonders für Teile geeignet, die hohen Temperaturen ausgesetzt sind, beispielsweise Präzisionsteile, Konnektoren, LED und Filamente.

Hochwertige Bio-Alternative mit günstiger CO2-Bilanz
Evonik stellt seinen Messestand in Halle A4, Stand 4117 bei der diesjährigen FAKUMA in Friedrichshafen unter das Thema Energieeffizienz, zu dem neben den Themen Leichtbau und Prozessoptimierung auch biobasierte Werkstoffe gehören, deren Nachfrage in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Grund sind die stetig steigenden Preise für petrochemische Rohstoffe und der Wunsch der Kunden, Ressourcen nachhaltig zu schonen.

Diesem Wunsch kommt Evonik nicht nur mit der neuen Formmasse VESTAMID® HTplus TGP 3537 nach, sondern mit einer ganzen Gruppe biobasierter Polyamide, die PA 610, PA 1010 sowie darauf basierende Blends umfasst. Das Polyamid 1010 VESTAMID® Terra DS, das zu 100 Prozent aus Rizinusöl hergestellt wird, schließt mit seinem Eigenschaftsprofil die Lücke zwischen langkettigen Hochleistungspolyamiden wie PA 12 und PA 1212 und den kürzerkettigen Standardpolyamiden PA 6 und PA 66. Es eignet sich vor allem für glasfaserverstärkte Formmassen. Das Polyamid 610 VESTAMID® Terra HS, zu ca. 60 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, besetzt technisch eine Position zwischen dem hochleistungsfähigen Polyamid 612 und den Standardpolyamiden PA 6 und PA 66.

Auch die CO2-Bilanz überzeugt: "Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet ist die CO2-Bilanz bei biobasierten Polyamiden günstiger als bei rein erdölbasierten Polyamiden. Damit leisten VESTAMID® HTplus TGP3537 und VESTAMID® Terra-Produkte einen wichtigen Beitrag zur Schonung fossiler Rohstoffe und zur Verringerung des Treibhauseffektes", erklärt Dr. Harald Häger, Leiter der Produkt- und Prozessentwicklung des Geschäftsgebiets High Performance Polymers von Evonik. Er wird das Thema im FAKUMA Forum am Mittwoch, dem 14.10.2009, vorstellen unter dem Titel: "Because we care - Polyamides from renewable resources". Im Anschluss an die Messe wird der Veranstalter den Vortrag zum Download bereitstellen.

Neben den Polyamiden, die auf nachwachsenden Rohstoffen basieren, stellt Evonik seit etwa 40 Jahren unter der Marke VESTAMID® Polyamid 12- und 612-Formmassen, Polyamid 12-Elastomere (PEBA) sowie auch petrochemisch basierte Polyphthalamid-Formmassen her. Die eingeführten Materialien werden seit Jahrzehnten von namhaften Herstellern verwendet.



Informationen zu Evonik
Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien. Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Spezialchemie, Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit sind unsere Stärken. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 41.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,2 Milliarden Euro.

Rechtlicher Hinweis
Soweit wir in dieser Pressemitteilung Prognosen oder Erwartungen äußern oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, können diese Prognosen oder Erwartungen der Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Ungewissheit verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen können je nach Veränderung der Rahmenbedingungen abweichen. Weder Evonik Industries AG noch mit ihr verbundene Unternehmen übernehmen eine Verpflichtung, in dieser Mitteilung enthaltene Prognosen, Erwartungen oder Aussagen zu aktualisieren.



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